Postkarten
Postkarte aus Haparanda
Ein Sehnsuchtsort für Zugreisende, jetzt endlich wieder auf Schienen erreichbar.
Hallo Zugfans 👋
Der schönste Weg nach Inari geht über Nordschweden, über Haparanda. So heißt es im Film „Zugvögel … Einmal nach Inari“, dieser Liebeserklärung an das langsame Reisen.
Ob es wirklich der schönste ist? Da bin ich nicht sicher. Auf jeden Fall aber war es mein ganz persönlicher Weg nach Finnland. Bald ist es neun Jahre her, dass ich bei Eis und Schnee in einen Bus nach Haparanda stieg. Von dort
Postkarte aus Ostende
Zu spät angekommen, dafür umso länger geblieben. Zu Gast in der „Königin der Seebäder“.
Hallo Zugfans 👋
Erstmal ging alles schief. Ein verpasster Anschluss in Deutschland, ein Zugausfall in Belgien. Am Ende drei Stunden Verspätung, die Sonne war da längst im Meer versunken.
Aber der Frust war schnell vergessen, denn Ostende ist eine dieser Städte, die mich sofort in den Arm nehmen. Ich habe eine Schwäche für Orte, deren Glanz verblasst ist, die aber immer noch etwas von der Leichtigkeit vergangener Tage atmen.
So war
Postkarte aus Bilbao
Vorurteile beim Reisen? Vielleicht gar nicht so schlimm – solange man bereit ist, sie über Bord zu werfen.
Hallo Zugfans 👋
Ja, ich habe Vorurteile. Das liegt wohl daran, dass ich unbekannte Situationen immer erst im Kopf durchspielen muss. Reise ich in ein neues Land, habe ich einen ganzen Satz an Erwartungen und Bildern im Gepäck.
Wenn ich an Spanien dachte, zog vor meinem geistigen Auge immer eine trockene, farblose Szenerie vorbei. Langweilige Landschaften, durch die sich schnurgerade Betonbahnen ziehen, unterbrochen von seelenlosen Betonbahnhöfen. Kein Wunder, dass mich Spanien
Postkarte aus Jurata
Halb Polen zieht es im Sommer an die Ostsee. Für viele beginnt der Urlaub mit einer Fahrt im Nachtzug.
Hallo Zugfans 👋
Es ist schon ein bisschen komisch: Seit vielen Jahren berichte ich über die Sommer-Nachtzüge – also jene Saisonzüge, die nur in den Sommermonaten verkehren und zu den schönsten Urlaubszielen fahren. Aber selbst nutze ich diese Züge kaum.
Das liegt vor allem daran, dass ich in Finnland lebe. Das Konzept des Sommer-Nachtzugs ist eher in anderen Gefilden verbreitet, weiter südlich. Außerdem ist der finnische Sommer, wenn er nicht gerade so
Postkarte vom Meer
Als Zugreisender war ich lange skeptisch gegenüber Fähren. Heute beginnt für mich jede Reise auf dem Meer.
Hallo Zugfans 👋
Jede Reise beginnt auf dem Meer. So drückt es Karen alias Myyrätohtori aus, die wie ich in Turku lebt. Und sie hat recht: Als Zugreisender aus Finnland hat man praktisch gar keine andere Wahl, als erst einmal auf ein Schiff zu steigen.
Finnland ist eine Insel – zumindest, was Zugverbindungen nach Europa betrifft. Ja, im hohen Norden gibt es eine Strecke rüber nach Schweden. Aber erstens
Postkarte aus Tarbes
Es gibt Orte, an die kommt man nur, weil ein Zug dorthin fährt. Gut so, denn zu entdecken gibt es überall etwas.
Hallo Zugfans 👋
Wenn wir Europa mit dem Zug bereisen, gehen uns manche Orte durch die Lappen – nämlich solche, die keinen Gleisanschluss haben. Auf der anderen Seite bringt uns die Eisenbahn an Orte, an denen wir sonst wohl nie gelandet wären.
Tarbes ist so ein Ort.
Ich kam durch das Städtchen am Fuße der Pyrenäen auf dem Weg nach Spanien. Eigentlich wollte ich nach Hendaye, an die französisch-spanische Grenze. Doch weil
Postkarte aus Budapest
Wiedersehen mit einem Lieblingsort.
Hallo Zugfans 👋
Das Schönste am Reisen ist, neue Orte zu entdecken. Doch gleich danach kommt für mich: an geliebte Orte zurückzukehren.
Ein Stück Heimat fernab der Heimat.
So ein Ort ist für mich der Bahnhof Budapest-Keleti. Schon auf meiner ersten richtigen Zugreise hat mich diese Schienenkathedrale in ihren Bann gezogen. Diese Größe! Das Licht, das in die Gleishalle fällt! Und dann diese, damals für mich noch so exotischen Ziele – eine
Postkarte aus Puigcerdà
Manchmal ist der beste Reiseplan, keinen zu haben. Wer sich treiben lässt, macht oft die schönsten Entdeckungen.
Hallo Zugfans 👋
Spontan oder mit Plan – das ist für mich die Gretchenfrage beim Zugreisen. Alles minutiös durchzuplanen und den Plan dann nur noch abzuarbeiten, kann entspannend sein. Am Morgen noch nicht zu wissen, wo man abends ins Bett steigt, dagegen stressig.
Manchmal ist es aber genau diese Spontanität, die die Sache ausmacht. So auch auf dieser Reise, die uns ins Pyrenäen-Städtchen Puigcerdà führte. Wir haben uns sofort in diesen letzten