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Drei Jahre Zugpost 🥳

Schon so lange? Zum Geburtstag ein kleines Update aus dem Maschinenraum.

Hallo Zugfans 👋

Heute vor genau drei Jahren ging die Zugpost als eigenständige Publikation an den Start. In der ersten Ausgabe schrieb ich euch von den „Polarkreisbahnen“, also jenen fünf Bahnstrecken im Norden, auf denen man den Polarkreis überqueren kann.

Und seitdem sind wir ganz schön herumgekommen.

Mit dem Nachtzug nach Schottland und Cornwall. Quer durchs Baltikum. Über die spektakuläre Bergenbahn. Nach Sizilien und einmal um den Ätna. Mit der Straßenbahn ans Meer. Auf schmaler Spur durchs Baskenland und Nordspanien.

Ich nahm euch mit auf meine erste richtige Zugreise. Erzählte euch von meinem vielleicht größten Bahnabenteuer. Und zwischendurch gab es noch fast sechzig Newsletter-Ausgaben.

Hinter der Zugpost steckte nie ein großes strategisches Konzept und schon gar kein Businessplan. So hat sich die Ausrichtung immer mal wieder geändert. Standen anfangs noch Neuigkeiten im Vordergrund, habe ich zuletzt Freude an längeren, hoffentlich spannenden Reisereportagen gefunden.

Leicht war das nicht immer. Auch wenn es mich mit Freude erfüllt, dass die Zugpost inzwischen fast 9.000 Menschen erreicht, ist es auch eine große Verantwortung. Hinter jedem Text, den ihr seht, stehen mindestens drei, an denen ich gescheitert bin.

Aber ich will nicht klagen. Dass ich mich kreativ ausdrücken und damit der einen oder dem anderen eine Freude machen kann, ist ein Geschenk. Ich halte es in Ehren, darum bin ich bislang noch aus jedem Loch wieder herausgekrabbelt.

So geht es weiter

Wie ihr sicher gemerkt habt, hat die Frequenz zuletzt abgenommen. Das hat zum einen damit zu tun, dass ich nicht mehr über Aktuelles berichten mag und den Newsletter heimlich, still und leise eingestellt habe. Wie ihr wisst, lebe ich seit einiger Zeit in Finnland; es fühlte sich nicht mehr richtig an, von hier über das aktuelle Geschehen in Mitteleuropa zu berichten.

Und zweitens: Mit dem Start der Zugpost habe ich meine „sichere“ Anstellung (na ja, sofern man in der Wissenschaft davon sprechen kann …) gegen eine Tätigkeit als Freiberufler eingetauscht. Während mir die Unabhängigkeit zwar gut gefällt, ist es auch ein ständiger Kampf ums Überleben.

Ich muss mich breiter aufstellen, mit Zugreisen allein kann man kein Leben finanzieren. Als ersten Schritt habe ich ein neues Projekt über mein anderes Herzensthema gestartet: Finnland.

Die Post aus Finnland ist eine Newsletter-Kolumne mit persönlichen Einsichten und Nachrichten aus dem Hohen Norden. Dazu gibt es Leitfäden und praktische Tipps für eine Reise nach Finnland. Schaut gerne mal vorbei und abonniert den Newsletter.

Post aus Finnland
Ein Newsletter für Finnland-Fans und solche, die es werden wollen.

Geht es also mit der Zugpost zu Ende?

Nein, auf keinen Fall. Zugreisen bleibt meine Leidenschaft. Erst über Ostern habe ich es endlich geschafft, den „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier zu lesen. Und was soll ich euch sagen: Am liebsten wäre ich sofort losgefahren, um die Reise selbst zu machen!

Ich werde weiter mit dem Zug reisen und darüber schreiben. Dabei gilt allerdings: Qualität vor Quantität. Mein Ziel ist es, euch etwa monatlich einen interessanten Text zu schicken.

Es geht also weiter. Nagelt mich nur nicht auf ein Datum fest.

Vielen Dank, dass ihr die Zugpost lest, weiterempfehlt und unterstützt. Das bedeutet mir viel!

Auf die nächsten Jahre und auf viele weitere Reisen

Sebastian

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