Hallo Zugfans 👋

Luxus, Eleganz und ein erlesenes Publikum: Der Orient-Express gilt als der König der Züge und Zug der Könige. Für weniger gut Betuchte war eine Mitfahrt dagegen zumindest in der Glanzzeit reine Utopie.

Und doch lohnt es sich, in die Geschichte des Orient-Express einzutauchen. Kaum ein Zug verkörpert so sehr die Entwicklung der Eisenbahn und insbesondere der Nachtzüge in Europa. Außerdem: Am Lauf der Schlafwagen zwischen Paris, Bukarest und Istanbul über 126 Jahre Orient-Express lässt sich viel über die politischen Verwerfungen ablesen.

In meinem neuesten Text für die Zugpost nähern wir uns dem Orient-Express von drei Seiten. Zunächst einmal blicken wir auf die Geschichte des Orient-Express, um zu verstehen, was diesen Zug so legendär gemacht hat. Dann zeige ich euch, wie ihr weite Teile der historischen Strecke auch heute noch in planmäßigen Zügen zurücklegen könnt. Und schließlich gibt es ein paar Tipps für diejenigen unter euch, die gerne vom heimischen Sofa aus auf Reisen gehen.

Hier geht’s zur ganzen Geschichte:

Auf den Spuren des Orient-Express
Als planmäßig verkehrender Reisezug ist der Orient-Express Geschichte. Die Zugpost erklärt, wie ihr mit heutigen Zügen auf seinen Spuren wandeln könnt.

Passend zu Ostern haben uns Europas Bahnen gleich viel neue Zugverbindungen ins Nest gelegt. Mehr darüber lest ihr in der Kurzstrecke.

Viel Spaß beim Lesen und schöne Ostertage wünscht

Sebastian


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Kurzstrecke 💬

Was gibt es Neues auf Europas Gleisen? Worüber spricht die Zugreise-Community? Das Wichtigste in der Kurzstrecke!

Eurocity von Brüssel nach Paris

Anlässlich der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 bietet die belgische Bahn SNCB im Sommer eine Eurocity-Verbindung von Brüssel nach Paris an. Damit gibt es zumindest zweitweise eine preiswerte Alternative zum Eurostar (ehemals Thalys) auf der Strecke. Die Züge verkehren zweimal täglich in den Zeiträumen vom 24. Juli bis zum 11. August 2024 und vom 28. August bis zum 8. September 2024. Die Fahrt führt über Mons und dauert etwa drei Stunden. Tickets sind bereits auf der Website der SNCB erhältlich und kosten zwischen 34 und 49 € in der 2. Klasse sowie zwischen 49 und 69 € in der 1. Klasse.

Mit dem Zug in den Europa-Park

Unter dem Namen „RailCoaster“ bietet die SBB ab 19. Mai 2024 eine direkte Zugverbindung von der Schweiz in den Europa-Park an. Die Züge verkehren an Wochenenden sowie ausgewählten Feiertagen zwischen Basel SBB und Ringsheim/Europa-Park. Hier stehen Busshuttles für den Transfer zum Europa-Park sowie in die Wasserwelt Rulantica bereit. Kombi-Tickets für die Hin- und Rückfahrt sowie den Eintritt in den Europa-Park sind für CHF 89 in der 2. Klasse und für CHF 99 in der 1. Klasse erhältlich.

European Sleeper verlängert

Der private Nachtzug European Sleeper zwischen Brüssel, Amsterdam und Berlin hat seine Strecke bis nach Prag verlängert. Die Premierenfahrt in die tschechische Hauptstadt fand am 25. März statt. Auf dem Weg nach Prag macht der Zug außerdem Halt in Dresden, Bad Schandau, Děčín und Ústí nad Labem. Aktuell verkehrt der European Sleeper dreimal wöchentlich und führt Sitz-, Liege- und Schlafwagen. Die Abfahrt in Brüssel ist um 19:22 Uhr, die Ankunft in Prag um 10:56 Uhr. In der Gegenrichtung verlässt der Zug Prag um 18:04 Uhr und erreicht Brüssel um 9:27 Uhr.

Direkt von Villa Opicina nach Rijeka

Ende April wird eine neue grenzüberschreitende Zugverbindung zwischen Italien, Slowenien und Kroatien eingeführt. Die Strecke führt von Villa Opicina bei Triest über das slowenische Pivka bis zur kroatischen Hafenstadt Rijeka. Der Betrieb ist zunächst vom 24. April bis 30. September 2024 mit einem täglichen Zugpaar geplant. Wie Ferrovie.info berichtet, sollen moderne slowenische Triebzüge zum Einsatz kommen. Die Fahrt von Villa Opicina nach Rijeka wird etwa zwei Stunden dauern, Tickets kosten für Erwachsene 8 €. Fahrräder können gegen einen Aufpreis von 5 € mitgenommen werden. Die Einführung der Verbindung wird vom EU-Programm „Interreg Central Europe“ gefördert.

Kein Zug nach Trondheim?

Nach Abschluss der Elektrifizierung der Meråkerbahn von Storlien nach Trondheim im Herbst 2024 plant die schwedische SJ, ihre Intercity-Züge sowie den Nachtzug von Stockholm nach Åre und Duved bis Trondheim zu verlängern. Insgesamt sollen täglich vier Zugpaare über die Grenze geführt werden. Allerdings gibt es nun Zweifel an der Finanzierung des Verkehrs, wie das Portal Järnvägar.nu berichtet. Die Bestellung durch die Verkehrsbehörde Trafikverket hängt von einem Budgetbeschluss des Reichstages ab, der derzeit noch aussteht. Es ist unklar, ob der Beschluss rechtzeitig erfolgt, damit die Verlängerung der Züge noch in den Fahrplan für 2025 aufgenommen werden kann.


Ende der Linie 🚉

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